Drei Sponsoren unterstützen Turmaufbau an der Burgruine
Wartenberg(rla). "Mir fällt ein
Stein vom Herzen." Mit diesem Satz drückte der Vorsitzende der Fördergemeinschaft
zur Rettung der Burgruine Wartenberg,
Edmund Lorenz, seine Dankbarkeit gegenüber den Sponsoren aus, die vor
wenigen Tagen mit Schecks an jenen Ort gekommen waren, um zu sehen, dass Stein
für Stein das regional bedeutsame Wahrenzeichen der Burgruine kenntlicher
gemacht wird: der Turmstumpf wird in Eigenleistung um einige Meter denkmalgerecht
aufgestockt - und das kostet viel Geld.
Hans-Ulrich Lipphardt, Vorstandsvorsitzender des regionalen Energieversorgers
OVAG hatte einen Scheck in Höhe von 20 000 Euro mitgebracht; Sparkassendirektor
Thomas Falk legte im Auftrag seines Instituts und der Sparkassen-Kulturstiftung
Hessen-Thüringen 1000, Franz Gregor Günther vom Vorstand der Volksbank
Lauterbach-Schlitz fünfhundert Euro dazu. Damit ist ein großer
Teil der Kosten fürs Material abgedeckt. Die drei Sponsoren sowie Landrat
Rudolf Marx und Bürgermeister Manfred Dickel würdigten das herausragende
ehrenamtliche Engagement der Fördergemeinschaft, ohne die die Ruine nicht
die Bedeutung hätte, die sie auch im Hinblick auf den regionalen Tourismus
als Wahrenzeichen hat.
Ziel ist es, so Edmund Lorenz, die "Burg nicht wieder aufzubauen", sondern das Baudenkmal aus der Stauferzeit als Ruine für die Nachwelt zu erhalten. Die Burg hatte nur ein kurzes Leben: 1220 erbaut, wurde sie bereits 1265 vom Fuldaer Abt wieder zerstört. Lorenz verwies auf die wertvollen Ausgrabungen Ende der dreißiger Jahre durch Karl Maurer. Landrat Marx, selbst in Angersbach aufgewachsen, schilderte seine Beobachtung, dass es in den sechziger Jahren mit den Bemühungen um den Erhalt der Ruine durch die Tatkraft der Fördergemeinschaft mächtig bergauf ging. Die aktuellen Arbeiten am Turm und an der Treppe sollen bis Oktober abgeschlossen sein. Dann ist die offizielle Einweihung vorgesehen.

Landrat Rudolf Marx bedankte sich bei OVAG_Chef Lippardt für die Bereitschaft des Konzerns, an dem der Kreis mit rund einem Drittel beteiligt ist, die Bemühungen der Fördergemeinschaft zu unterstützen. Marx hatte die Auszahlung des Geldes aus dem OVAG-Fonds für kulturelle und soziale regionale Projekte mit Zustimmung seiner Amtskollegen aus dem Wetteraukreis und dem Landkreis Gießen vorgeschlagen. "es ist gut für unsere Region, die OVAG, die Sparkasse Vogelsberg und die Valksbank Lauterbach-Schlitz als Unterstützer zu haben", hob Marx hervor.
Was hier die ehrenamtlichen fleißigen Helfer leisten, sei "großartig - auch für die Förderung des Tourismus". Hans-Ulrich Lipphardt nannte die Anstrengungen "bemerkenswert", wies auf die Verbundenheit der OVAG mit der hiesigen Region hin und betonte, die 20000 Euro seien als Ansporn für die Fortführung des Engagements gedacht. Auch Thomas Falk für die Sparkasse und Franz Gregor Günther für die Volksbank hoben hervor, sie seien gerne bereit, ein solches "Symbol der Heimatverbundenheit" finanzieren zu helfen.